Lé lé lé lé lé la Réunion léla
Was soll dieser Titel, wo wir doch noch von so einigen Tagen auf Mauritius berichten wollen (puuuh haben wir viel erlebt!)? Dazu gleich mehr… vorab nur so viel: von der sogenannten fröhlichen Seggae-Musik haben wir ja bereits kurz berichtet 😉🎶🎷. Aber wo waren wir stehen geblieben? Richtig! Bei meinem kaputten Zeh 😮.
Nach dem letzten superschönen Strandabend nebst Sonnenuntergang in Flic en Flac bin ich mit Flipflops im Halbdunkel der scheidenden Sonne mit vollem Karacho vor eine der herausstehenden Baumwurzeln der Filaos-Bäume getappst – autsch 🥴. Passiert ja immer mal, dass man sich den Zeh anschlägt, aber NICHT SO. In der Nacht und auch in den nächsten Tagen sollten sich wunderbare Schmerzen und eine wundervolle Blaufärbung am Zehansatz entwickeln, die sich nur schleppend bessern sollten, viel Geduld erforderten und sich zwischenzeitlich immer mal wieder verschlimmbesserten. Immerhin tat es unseren geplanten oder auch spontanen Aktivitäten in den nächsten Tagen keinen kompletten Abbruch, da sich diese im Nordwesten der Insel rund um die Grand Baie vor allem um die Küste, die Strände, das Wasser, die kleinen Inseln und andere angenehme Sachen drehten 😎😊😉 und diese ließen sich in den meisten Fällen prima in Flipflops oder Sandalen absolvieren (die für mich am bequemsten waren). Danke an Anne für den prima Tipp mit dem Dachziegelverband 😉, mittlerweile bin ich Profi darin, den zu kleben.
Am Sonntag vor einer Woche sind wir gemütlich vom Westen in den Nordwesten nach Péreybère nördlich der Grand Baie umgezogen und haben dieses Mal ein sehr gut ausgestattetes privates Apartment in einer Wohnanlage bezogen – prima Küche und Nonstop Security Service an der Hofeinfahrt inklusive. Einziger vermeintlicher Nachteil war die Lage in dritter.. vierter… fünfter Reihe vom Strand (der Strand war trotzdem in 15 Gehminuten erreichbar), was vor allem an den unfertigen (nicht vorhandenen?) Straßen und Häusern sichtbar wurde. Dafür „lebten“ wir aber eher wieder authentisch zwischen den mauritischen Urlaubern – offenbar waren hier auch Schulferien zu dem Zeitpunkt und wir haben viele mauritische Familien gesehen.
Blick vom Apartment auf die Umgebung
An unserem ersten gemütlichen Nachmittag in Péreybère haben wir den – sonntags häufig – heillos überfüllten Strand besucht (Picknick!!! 😁 Musik!!! 😎 Rumgetanze!!!) und endlich einige der lokalen Snacks probiert, die am Strand in kleinen Wagen und Ständen verkauft werden. So gab es Roti Poulet (indisches Fladenbrot mit gebratenem Hühnchen) und die superleckeren „Boulettes“ – dabei handelt es sich aber nicht um die klassischen deutschen Hackbällchen, sondern um kleine knödelartige Kugeln, die verschiedene Füllungen haben (zum Beispiel mit Chouchou – ein kohlrabiartiges Gemüse – oder mit Käse, Lamm, Spinat, Fisch, …) oder aus verschiedenen Teigzutaten hergestellt sind (Hackfleisch, mit Ei, …) und mit einer kräftigen Brühe serviert werden. Yamm yamm 😋. Ein Rezept gibt’s zum Beipiel hier (ich konnte auf die Schnelle leider keines auf deutsch finden). Leider haben wir später noch festgestellt, dass die Boulettes nicht so oft im Straßenverkauf angeboten werden, da sie stets tagesfrisch zu machen sind und der Verkauf damit offenbar ein wenig aufwändig wird (hätten wir mal direkt mehr davon gegessen 😮). Naja… nach einer kleinen Runde um den Strand von Péreybère sind wir noch einem windigen Obstverkäufer auf den Leim gegangen, der uns – immerhin eine große – Tüte voll sehr sehr teures Obst verkauft hat 😏😂. Aber immerhin waren die frischen Bananen, Mangos, Melone, Papaya, Ananas, Granatapfel und vor allem Litschis (die Saison beginnt dafür gerade) über die nächsten Tage sehr sehr lecker 😉. Vor allem, nachdem wir sie auch vor den ziemlich dreisten Kakerlaken gerettet haben, die sich bei Vorhandensein von Futter sehr schnell ins Auto und auch in die Wohnung geschlichen haben 😶.
Frühstück mit überteuertem Obst 😋
Kakerlaken fangen leicht gemacht 😁
Am ersten Abend in Péreybere hatten wir keine Lust zu kochen und haben kurzerhand ein kleines Resto mit lokalem Seefood angesteuert, wie so häufig geleitet von den guten Googlemaps-Bewertungen 😋. Und wir sollten auch dieses Mal nicht enttäuscht werden – nicht alleine wegen des Essens (es gab für mich einen gut zubereiteten und schön angerichteten lokalen Hummer!), sondern vor allem auch wegen des lieben Inhabers Deva. Er arbeitet 5 Tage die Woche in Port-Louis als Beamter im Ministerium für Fischerei (2 Stunden einfache Fahrt in der Stoßzeit 🤢) und kümmert sich am Abend sowohl in der Bewirtung als auch als Koch (!) um seine Gäste im Restaurant Le Kanaco, das bis vor einigen Jahren seinen Eltern gehörte. Da diese aufgrund von Alter und Krankheit bereits aus dem Leben geschieden sind und sein Vater ihn aber vor dessen Tod stets gefragt hat, was denn mit dem Familienrestaurant wird, hat er sich entschlossen, das Restaurant mit gutem Namen, guter Vernetzung und mit Bekanntheit weiterzuführen. Und er verwendet sogar seinen Sommerurlaub dafür, auch einen sonst nicht üblichen Mittagstisch anzubieten 😍. Deva ist liebevoll, persönlich und super herzlich mit seinen Gästen. Ein nicht allzu volles Restaurant ist ihm am liebsten, da er dann genug Zeit hat, allen Anwesenden die nötige Aufmerksamtkeit zu schenken 😊. Mit seiner indischen Herkunft erzählte er uns viel über die indischen Subvölker und -religionen (neben dem Restaurant befindet sich direkt ein Tempel der Tamilen) und wir haben – wie immer – unsere 1000000 Fragen gestellt 😂. Wir hatten einen super Abend mit gutem Essen und gutem Rhum Kanaco – der Rum des Hauses, mit Vanille angesetzt – und haben (mit Ansage) einen Teil der Zeche geprellt, sodass wir „leider“ am nächsten Tag noch einmal wiederkommen mussten, um auch den Rest zu bezahlen und natürlich noch einmal den Vanille-Rum zu genießen und zu schwatzen. So ein Pech 😁😉.
Lecker Hummer! 🤤
Der nächste Tag – unser bisher einziger Regentag😋😏! – war geprägt von einem gemütlichen Start mit Frühstück auf unserem Balkon und einer kleinen Spritztour mit dem Auto rund um die Grand Baie, an der Küste entlang in Richtung Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius, in der wir uns in 1..2 Stündchen mal einen Eindruck verschaffen und die Markthalle besuchen wollten. Hätten wir hier mal besser auf den Reiseführer bzw. die einschlägigen Empfehlungen gehört – nämlich dass sich Port Louis nicht so richtig lohnt (sehr voll gestopftes Stadtbild, architektonisch wenig ansprechend) und alles andere als gemütlich daher kommt, weil einfach ständig ein unheimlich dichter und trubeliger Verkehr und ein wahnsinniges Gewusel auf den Straßen herrscht. Es hat also nicht nur ziemlich ordentlich geregnet, wir haben auch nicht mal einen Parkplatz gefunden 🙄😮, sodass wir schnell beschlossen haben, zurück zu fahren. In der „heimischen“ Shoppingmall haben wir dann noch eine schöne „Werbung“ auf den angebotenen Fernsehgeräten für uns gut bekannte heimische Sehenswürdigkeiten entdeckt 😉 und uns für ein sehr leckeres selbst gekochtes Abendessen eingedeckt. Das im Supermarkt erstandene australische Flanksteak konnte sich nach perfekter Zubereitung durch den Chef de Cuisine Tobi himself sehen und vor allem schmecken lassen 😏🤤🥩🥗.
Verregneter Strand 🌧🏖😮🤨
Lecker Flanksteak! 🤤🥩😋
Da ich ja meistens trotz Handicap nicht lange ruhig zu stellen bin (der Zeh besserte sich nur langsam, die eigentlich bequemen Turnschuhe drückten noch gewaltig), fuhren wir am nächsten Tag zum nahegelegenen botanischen Garten von Pamplemousses 😊, der die besten Bewertungen genießt und viel versprach. Nach dem Eintritt (günstige 4€) haben wir erstmal die gefühlt überall anzutreffenden Reiseführer abgewehrt, die direkt eine geführte Tour gegen ein weiteres Entgelt angeboten haben (wenn auch nur 2..3 €), denn wir wollten an diesem Tag einmal in unserem eigenen gemütlichen Tempo durchlaufen und uns über das ein oder andere erklärende Schild die Botanik erschließen. Es stellte sich allerdings heraus, dass solche Schilder Mangelware tatsächlich sind (später haben wir gelesen, dass ein Guide zu empfehlen ist) und wir uns rein über die angebrachten Namen der Pflanzen selbst etwas belesen mussten. Aber Bine wäre ja nicht Bine, wenn sie das nicht auch tun würde 😉 – immerhin geht es ja um Pflanzen (und Tiere), eins meiner größten Hobbies. So haben wir einige endemische Arten gesehen – beispielsweise den Bananenhanf (aus den Fasern werden z.B. Schiffstaue hergestellt), einige Palmenarten (Goldfruchtpalme, Königspalme, …), Fikusbäume, monströse Exemplare der Würgefeigen (Banyan Tree – befällt einen Wirtsbaum und umschlingt den mit seinen Ästen bzw. Luftwurzeln), Vacoa Pandanen (eine Ananasart…? Früchte wohl genießbar, die getrockneten Blätter werden zum Korbflechten, für Matten, Hüte, Halsketten und Beutel genutzt), Gelbflammenbäume, die berühmte riesige Water Lily Riesenseerose (ein Blatt kann ein kleines Kind tragen!), die Lotuspflanze und -blüte, große Exemplare von Balboa-Bäumen sowie einige Riesenbambusse. Zusätzlich beheimatet der Garten einen riesigen Schwarm der auf Mauritius vorhandenen Flughunde, die sich ausschließlich von Früchten ernähren (fruit bats 😊). Insgesamt, obwohl der Garten an manchen Stellen sich selbst überlassen und nicht rundum gepflegt wirkte, trotzdem beeindruckend. Und das Holzstückchen vom Tiger Balm Baum, welches mir einer der Guides am Eingang als „Köder“ in die Hand gedrückt hat und was wirklich nach dem bekannten Balsam riecht, habe ich nach wie vor in der Hosentasche 😉.
Lotusblume 🌼
Jackfruit 😀
Ein großer Balboa-Baum 😲
Nasser Dschungel 💚
Water Lily Riesenseerose ☺
Puuh nach so viel Input am Vormittag haben wir den Nachmittag noch gemütlich am Mont Choisy Beach ausklingen lassen – die allzeit lustige Beschallung durch den Eismann und die Gesellschaft der zum Teil doch sehr süßen Straßenhunde inklusive 🥰.
Wieder mal ein recht ansehnlicher Strand 🏖🌅🥽
Bine mit süßem Straßenhundi 🏖🌅🥽
Am darauffolgenden Donnerstag (unser letzter Tag im Nordwesten der Insel) versuchten wir nach Anraten einer der ansässigen Anbieter morgens um halb 9 unser Glück, noch spontan auf eine Katamaran-Fahrt zu den nördlichen Inseln Flat Island und Îlot Gabriel zu kommen, nachdem wir am Tag vorher nichts mehr reservieren konnten. Und tatsächlich! Es wurden spontan noch 2 Plätze für uns „gefunden“ und wir reihten uns in die Traube der wartenden Menschen am Strand von Grand Baie ein, um auf die anlegenden Katamarane aufgeteilt zu werden. Hierbei kamen wir zur Verkürzung der Wartezeit mit Valérique und Ceril – einem Festlandfranzosenpärchen – ins Gespräch, die doch tatsächlich aktuell drauf und dran sind, in der Grand Baie ein Hotel zu kaufen und im nächsten Sommer von Frankreich nach Mauritius umzusiedeln – samt ihrer 3 Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren. Spannend 😉! Offenbar auch 2 Menschen, die nicht still stehen und sich auch nach Jahrzehnten als Geschäftsfrau und Restaurantbesitzer noch einmal neu erfinden wollen. Gemeinsam warteten wir mit einem älteren Herren als einige der letzten auf unseren Katamaran, bis uns plötzlich die Verantwortlichen mitteilen mussten, dass genau dieser! einen Motorschaden hat und nicht mehr anspringen wollte… auch nach langem Hin und Her und Fragen und Reden konnte kein Ersatz und auch keine alternative Tour beschafft werden, sodass wir unser Geld zurück bekamen und einen Plan B für den Tag überlegen mussten. Uns fiel das nicht zu schwer 😉, schließlich konnten wir ja sowieso nicht 100000%ig sicher sein, morgens noch auf ein Boot zu kommen. Und wir hatten ohnehin für den Folgetag noch eine ähnliche Tour im Südosten von Mauritius zur Île aux Cerfs gebucht – dazu aber später mehr.
An besagtem Donnerstag also standen wir sodann mit Valérique und Ceril sowie dem älteren Herren – wie sich herausstellte hieß er Jacques – ein klein bisschen verloren im Büro des Tourenanbieters herum… Tobi und ich beschlossen recht schnell, mit dem Auto einfach in Richtung Norden an der Küste entlang zu düsen und zum Beispiel das viel empfohlene Cap Malheureux anzusteuern… der Rest würde sich schon finden. Fast schon im Gehen bekamen wir mit, dass unser Mitstreiter Jacques – ein älterer Mann schätzungsweise um die 70 – mit dem Bus angereist war bzw. nicht so recht weiter kam und boten ihm an, ihn ein Stück mitzunehmen. Zufällig wollte er auch Richtung Norden 😊. Gesagt getan! Und so bot sich uns die nächste Chance auf ein interessantes Gespräch – neugierig, wie wir immer sind – mit Jacques, dem Franzosen, der seit einiger Zeit auf La Réunion in Saint-Pierre lebt und für ein paar Monate mit dem Militär in Deutschland stationiert war, wodurch er noch so einige deutsche Sätze hervorholte. Am Cap Malheureux mit seiner wunderschönen kleinen Kirche haben wir ihn verabschiedet und es uns danach mit einer sehr sehr leckeren Kokosnuss am Strand gemütlich gemacht (yummi… erst den Saft schlürfen, dann die Nuss öffnen lassen und die Creme auslöffeln). Gleich um die Ecke ist einer der gefühlt schönsten, weil ruhigsten Strandabschnitte im Norden und wir konnten mit unserer neu erstandenen Schnorchelmaske tatsächlich auch ganz gut ein Paar Fische beobachten 🥰🐠🐟🐡.
Lecker Kokosnuss! 🥥😋
Strand am Cap Malheureux 😍
«Notre-Dame Auxiliatrice de Cap Malheureux» ⛪❤
Das war THE NORTH! So lautete immer wieder die Beschilderung auf der mauritischen „Autobahn“ in Richtung Norden. So wirklich ausfahren kann man die dabei zugelassenen 110 km/h nicht, denn spätestens nach 2 km kommt der nächste 2- oder 3-spurige Kreisverkehr, sodass richtig schnell fahren auf Mauritius kaum möglich ist 😝. Es folgte mit einer kurzen, aber intensiven Episode der Osten und Südosten!
Am nächsten Morgen ging es – fast schon wie gewohnt – früh raus, denn wir hatten bereits um 9:15 Uhr die Verabredung für die vorgebuchte, nahezu tagesfüllende Katamaranfahrt zur Île aux Cerfs, ausgehend vom Hafen in Trou d’Eau Douce im Osten. Auf dem Weg dorthin quer durch das östliche Land und an der östlichen Küste entlang wurde es spürbar ruhiger und exklusiver, denn hier befinden sich neben einer vielleicht etwas weniger angetasteten Vegetation auch so einige Luxushotelanlagen 🤨 für die Ruhe suchenden, Golf spielenden Exklusivtouristen. Für uns sind solche quasi unbezahlbare Anlagen (500€/Nacht aufwärts) zum „wohnen“ ja eher abschreckend – zum Parken dagegen nicht 😎 und so haben wir unser Autolein mitsamt den großen Gepäckstücken wohlbehütet in der Nähe einer solchen Anlage lassen dürfen und sind mit dem Taxi das kleine letzte Stück zum Embarking Point für die Bootstour gefahren. Dort warteten gefühlt 200 Menschen auf die Abfahrt mit einem der Boote zu den einschlägigen Touren auf die südöstlich vorgelagerten Inseln. Und an diesem Morgen hatten wir nun auch Glück, dass der Motor des uns zugeteilten Katamarans anspringen wollte 😉. Bevor es tatsächlich losging, wurde noch ein bissen „Nationalitäten-Roulette“ gespielt – eine offenbar mauritische und feierwütige Großgruppe wollte unbedingt auf einen eigenen (Party-)Katamaran, sodass alle anderen Touris zu uns sortiert wurden. Wie sich später herausstellen sollte, tat das dem Ganzen aber keinen Abbruch 😉. Los ging die Fahrt! Über das traumhaft blaue Meer, entlang der Küste, zu einem (eher weniger aufregenden) Schnorchel-Spot und – die Kaffeefahrt lässt grüßen – zum Startpunkt für die zusätzlich angebotenen Aktivitäten auf dem Wasser (Gleitschirmfliegen, Bananenbootfahren) für teuer Geld. Hier gab es dann auch die ersten alkoholischen Getränke und so laaaangsam kam ein bisschen Schwung in die internationale Runde, denn neben uns und zwei anderen Deutschen (Britta und Frank) befanden sich noch einige Italiener, Engländer, zwei Koreaner und vor allem auch eine RÉUNIONESISCHE Familie an Bord 😍 und die Crew spielte ein paar sehr fröhliche Songs der bereits erwähnten Seggae-Musik. Und den Seggae gibt es eben nicht nur auf Mauritius, sondern auch auf la Réunion (dort als Sega), was wir mit dem angespielten Lied „La Réunion léla“ schnell erkennen konnten 😍🥰❤. Ein wunderbares Lied, was in der schönsten kreolischen Sprache alle Vorzüge, Eigenheiten und Charakteristika der Réunion-Insel und ihrer Bewohner besingt und was – ich könnte wetten – zum Sinnbild unseres Urlaubs werden könnte 🤗🎶🎷. Klatschen, Singen, Tanzen, kreolisches Essen, die Berge mit frischer Luft und die Talkessel, die Städte an der Küste, der Vulkan und einige weitere Themen finden dort Anklang. Wer sich mal versuchen möchte, hier ist der Text 😝😉:
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
La reunion lé toujours la meme
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
Oté reunionais a nous mette dofé
Sa té mon reve un jour mi chante
Mi chante pou zot un p’tit séga
La toujours été mon destin
Exprime a moin dans zot langue
Moi té rapel tout premier fois
Premier fois moi té rentre la reunion
Mais couma moi la fine depose mon sac
Mi demande ousanousava
Sa té mon reve un jour mi chante
Mi chante pou zot un p’tit séga
La toujours été mon destin
Exprime a moin dans zot langue
Moi té rapel tout premier fois
Premier fois moi té rentre la reunion
Mais couma moi la fine depose mon sac
Mi demande ousanousava
Dallon dire moi allons
Na na volcan ici
Si ou vé l’air frais
Ousava montagne
Na na Bassin Bleu
Allons, la bas Sainte Anne
Na na la plage où soleil
Voir, la bas Saint Gilles
Dallon dire moi allons
Allons Mafat la bas
Aux Salazi, Cilaos ou repose a ou
Mi dis dallon, moi mi veux
Ecoute séga maloya
Ca mi conner lé zot traditions
Aller donne a li mo frère
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
La reunion lé toujours la meme
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
Oté reunionais a nous mette dofé
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
La reunion lé toujours la meme
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
Oté reunionais a nous mette dofé
Tous bannes dallons reunionnais
Taper, taper, taper la main avec moin
Sa ene ti sega piké
Aller danse dans zot cadence
Chante, chante, allons chante (lé lé lé lé)
Danse danse (bam bam bou dou bam)
Taper la main, tape, tape tapa taper
L’ambiance la lever
Tous bannes dallons reunionnais
Taper, taper, taper la main avec moin
Sa ene ti sega piké
Aller danse dans zot cadence
Mais chante, chante, allons chante (lé lé lé lé)
Danse danse (bam bam bou dou bam)
Taper la main, tape, tape, tape, taper
L’ambiance la lever
Dallon dire moi allons
Allons mange cari bichiques
Rougail saucisses, cari volails
Ti jacque boucané
Nana zangui la riviere
Sa le bon pou fait cari
Cari tangor, ti museau
Rougails chevrettes combava
Dallon dire moi allons
Allons mange cari bichiques
Rougail saucisses, cari volails
Ti jacque boucané
Nana zangui la riviere
Sa le bon pou fait cari
Cari tangor, ti museau
Rougails chevrettes combava
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
La reunion lé toujours la meme
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
Oté reunionais a nous mette dofé
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
La reunion lé toujours la meme
Lé lé lé lé lé
La reunion léla
Oté reunionais a nous mette dofé
Eine Katamaran-Fahrt bei bestem Wetter 😊
Relax 😎⛵
Gute Stimmung 🥳🎶💃
Nach einem sehr lustigen und für mich feuchtfröhlichen Tag (😆) auf dem Katamaran mit gutem Essen (Grill-Buffet auf dem Meer) und multikultureller Musik (auch die Italiener hatten ihren Part 😋) hatten wir noch ein Stückchen Weg vor uns – bis zu unserer nächsten, besonderen Unterkunft, der Petite Farm von Anaïs und Oliver. Hier erwartete uns wirklich etwas ganz Besonderes, nämlich nicht nur ein toller Garten mit Permakultur und ein paar Tiere 🥰, sondern auch der sogenannte CAMPTAINER – ein zum Schlafraum umgebauter alter Container, der sehr liebevoll mit diversen Schlaf- und Verstaumöglichkeiten, Holzfenstern, einer Außenküche und einer Terrasse ausgestattet wurde. Sowieso haben Ana und Oli die Farm mit so einigen schönen Überraschungen hergerichtet – eine separate Außendusche, eine urige Trockentoilette mit Sägespänen neben dem Hühnerstall, ein lauschiges Hängemattenörtchen und einen Pétange-Platz (oder auch Boule genannt 😉). Aufgrund der Kürze der Zeit (wir hatten nur eine Nacht gebucht als Zwischenstopp) konnten wir gar nicht alles ausprobieren, haben aber dennoch ein super gemütliches Lagefeuer und ein selbst gekochtes Abendessen mit Maniok-Püree und Ente vom Hof mit Oliven (Canard aux olives) genossen. Zudem haben wir wohl die ruhigste und dunkelste Nacht bisher dort verbracht sowie ein reichhaltiges Frühstück mit Eiern vom Hof und regionalen Produkten bekommen. Ana und Oli haben die Farm vor ca. 6 Jahren zusammen mit ihren Eltern und dem Bruder gekauft, nachdem der Bruder ein 3-wöchiges Permakultur-Seminar in Australien absolviert hatte und mit dieser Idee offenbar die ganze Familie infiziert hat 😅. Nach der ersten (Förder-)zeit, in der noch die ursprüngliche Zuckerrohrbewirtschaftung etwas weiter geführt werden musste, haben sie die Farm bzw. das Grundstück in eine grüne und offenbar auch sehr fruchtbare Oase mit schönem Haupthaus, einem weiteren Holzhaus zur Vermietung und eben dem Camptainer verwandelt und bieten neben den Übernachtungsmöglichkeiten auch Führungen zur Permakultur und Table d’Hôtes (Abendessen) an. Kaum zu glauben! Wir haben uns die ganze Zeit gefragt, wie sie von alldem leben können, aber scheinbar funktioniert das „Projekt“ ganz gut 😉. Nun denn, nachdem wir (vor allem ich) uns von Ana, Oli und allen Tieren (die Kuh Groofy, die Enten mit Küken, die Hunde, die Hühner, die vielen vielen Vögel im Garten) verabschiedet hatten, ging es weiter in die Nähe der berühmten Blue Bay…
Trockentoilette 🚽😊
Bine vs. Groofy 🐝🐄
Außendusche 🚿💧🤗
Im Camptainer 😁😃
… denn dort erwartete uns eine ebenfalls vorgebuchte Tour mit der Mauritius Wildlife Foundation zu einer weiteren Insel, der Île aux Aigrettes (= Reiher, die dort einmal gelebt haben). Ihr könnt euch denken, wer von uns beiden das ausgesucht hat 😉, denn es ging auch hier wieder um die Tier- und Pflanzenwelt auf Mauritius. Wir haben viel über den Versuch erfahren, auf dieser doch sehr kleinen Insel wieder rein endemische Arten anzusiedeln bzw. zu festigen, die durch die menschliche Besiedelung und deren Folgen (Haustiere, Ratten, Abholzung, Rodung, Monokulturen) auf der Hauptinsel aber auch auf den Nebeninseln bedroht sind. Beispiele sind die berühmten Ebony Wälder mit ihrem langsam wachsenden, ultradichten Holz (sehr teuer, damit wurden Klaviertasten und Möbelstücke hergestellt) oder auch diverse Vogelarten (die Rosentaube, der Mauritiusweber, der Oliv-Brillenvogel). Riesen-Schildkröten (eine Art von den Seychellen, die Charles Darwin angesiedelt hat, weil die mauritischen bereits ausgestorben waren) gab es auch zu sehen – hier können sie (im Unterschied zum botanischen Garten von Pamplemousses) auch in Freiheit im Wald leben und schnappen sich jedes frisches grüne Pflänzchen, was nicht aus Eigenschutz im Kinderstadium rote Blattadern entwickelt, die die Schildkröten für giftig halten 😋😏🌱🐢. Unser Fazit insgesamt: was für ein wichtiges und zugleich langwieriges und aufwändiges Projekt! Die Bestrebungen dauern seit 1986 an und die bisherigen tatsächlich sichtbaren Erfolge sind für so einen langen Zeitraum erstaunlich klein. Nicht zuletzt wurden auch die bereits ausgestorbenen Arten mit sehr hübschen kleinen Figuren präsentiert, allen voran der Dodo – das „Wappentier“ und Symbolbild der Insel – der nach Einfall der Niederländer auf Mauritius nach nur 60 Jahren komplett ausgerottet wurde 😥. Insgesamt ein sehr lohnenswerter, lehrreicher Ausflug, der einen durchaus auf den Boden der Tatsachen in unserer kaputten Welt zurück holt. Und der zugleich über die wohl blaueste und klarste Lagune der ganzen Insel hinweg führt 😉, die noch schöner anmutete als die berühmte Blue Bay südlich davon (an deren Strand ich danach einen schönen Mittagsschlaf gemacht habe).
Blick auf die Île aux Aigrettes 🏝🌅
Bine vs. importierte Schildkröte 🐝🐢
Bine vs. Dodo 🐝🐤
Nach einem ruhigen Nachmittag mit Burger, Bierchen und Schläfchen an der Blue Bay (Schnorcheln waren wir hier nicht mehr, da uns wieder einmal die „aufgezwungenen“ Wassertaxis bei gleichzeitigem Verbot, mehr als 50 m vom Strand weg zu schwimmen, ein wenig auf die Nerven gingen) ging es für uns weiter – wir hatten beschlossen, am Ende des Mauritiusaufenthaltes wieder in den Südwesten zu fahren. Dort hat es uns insgesamt aufgrund der traumhaften Sonnenuntergänge 🏝🏖🌅 aber auch die Nähe zu bestimmten Orten und Aktivitäten am besten gefallen. Schließlich wartete u.a. noch der Morne Brabant auf uns 😉, den wir noch besteigen wollten. Also steuerten wir das kleine Örtchen la Gaulette im Südwesten an, wo wir ein AirBnB angemietet hatten. Wie so häufig bekamen wir vorab nicht die vollständige Adresse mitgeteilt, sondern lediglich Koordinaten für Googlemaps.. das hat sicher seine Gründe, da nicht alle Straßen wirklich Namen haben oder die Besitzer vielleicht auch die genaue Angabe nicht bei AirBnB sichtbar machen wollen. Wie auch immer… kamen wir am Freitagabend im Dunkeln an den entsprechenden Koordinaten an und fanden uns schon bald suchend in der sehr verbauten Wohngegend bzw. in einem kleinen, bunten Vorgarten voller verschiedener religiöser Figuren und vor allem mit einer extrem lauten schrillen Musik, die aus einer riesigen Musikbox dröhnte, wieder. Der einzige Anwesende „Nachbar“ war offensichtlich der Besitzer der Musikbox, den wir dann mangels Alternativen angesprochen und nach dem AirBnB gefragt haben. Die darauffolgende Begrüßung – denn es sollte sich herausstellen, dass er und seine Frau tatsächlich die Vermieter waren 🥴😵🤪 – war ein wenig holprig und seltsam, da der Gute an diesem Abend ein wenig „aggro“ daher kam (was hatte er genommen oder wieviel getrunken?) und offenbar nicht die richtige Verfassung besaß, seine Gäste stressfrei und ordentlich zu begrüßen. Warum blieb die Adresse geheim? Wer war „Coco“ (Kontakt auf AirBnB) von den beiden? Warum beantwortete seine Frau (die sich offenbar um die Unterkunft kümmerte) nicht einmal die einfachsten Fragen? War das Ganze nicht offiziell (was uns am Ende egal gewesen wäre…)? Was versuchte er uns zu erklären, als er „mal 2 Minuten mit uns reden wollte“? NAJA.. am ersten Abend fühlten wir uns noch nicht ganz so wohl, da wir das Ganze nicht so richtig einordnen konnten. Wie sich am nächsten Abend bei einem weiteren Gespräch (dieses Mal auf englisch, nicht auf französisch, um mehr zu verstehen) noch herausstellen sollte, wollte der Gute uns eher nichts Böses… dazu aber gleich mehr 😉.
Coco’s Unterkunft
Vorher streiften wir am Samstagvormittag noch einmal den grünen und sehr anschaulichen Black River Gorges Nationalpark, in dem wir am Anfang die Mini-Gipfelbesteigung gemacht hatten. Dieses Mal ging es mit dem Auto zu einem 100 m hohen Wasserfall und zur „siebenfarbigen Erde“ (Terres des Sept Couleurs) in der Nähe von Chamarel – mehrfarbige Sanddünen, die sich durch das Vorhandensein von Vulkangestein und durch die Umwandlung der Basaltlava in Tonminerale und deren weitere Zersetzung wunderbar bunt färben (nach schwankender Zusammensetzung in verschiedenen Farbtönen).
Höchster Wasserfall Mauritius‘ 😃
Die bunten Dünen 🤩😎
Den Nachmittag verbrachten wir noch schnorchelnd, planschend und lesend am superschönen Strand von Le Morne (so konnten wir für den nächsten Tag schon einmal schauen, wo wir noch hoch wollten 😮).
Nach unserer Rückkehr in die Unterkunft bei Coco nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir nicht drum herum, ihm wieder im Vorgarten zu begegnen und das erste Gespräch vom Vorabend zu wiederholen 😏. Immerhin verstanden wir dieses Mal seine Absicht: er unterbreitete uns das Angebot, dass wir per Boot auf die gegenüberliegende kleine Insel Île aux Benitiers gebracht werden und dort „das beste Seefood“ von ganz Mauritius genießen könnten (welches er fängt 😉). Eine Gegenleistung wollte er hierfür nicht… was uns doch wieder verwunderte, denn welche Motivation steckte dann dahinter? Seinen Ausführungen zufolge will er im Allgemeinen zu den Menschen, die zu ihm kommen, nett sein und die schönen und echten Dinge von Mauritius zeigen, fernab aller Bezahlt-Angebote, die man sich als Insel-Touri so buchen kann. Auf die deutschen Urlauber war er (im Allgemeinen) eher am schlechtesten zu sprechen, da diese am reserviertesten von allen daherkommen und am schwersten zugänglich sind. Das konnten wir durchaus nachvollziehen, geht es uns doch mit den Deutschen manchmal selber so 😉 bzw. sind einfach die mauritische Freundlichkeit, Offenheit, Interessiertheit und Fröhlichkeit wirklich kaum zu toppen in dieser (uns bisher bekannten) Welt. Schade, dass der Gute erst am zweiten Abend so klar im Kopf war, uns das entsprechend rüber zu bringen, denn „leider“ hatten wir uns für den letzten Tag schon ein doch eher straffes Programm überlegt, sowohl für vormittags (der Morne!) als auch nachmittags (eine doch eher teure Buggy-Tour im Belombre Nationalpark, die sich nicht mehr stornieren ließ). Dadurch konnten wir sein Angebot nicht annehmen (ein kleiner Teil in uns war trotzdem froh, denn er ist auch ein ganz schöner Laberhannes gewesen 😁🤣).
So stand uns nun am Sonntag bereits unser letzter Tag auf Mauritius bevor 😮😓😭, die schöne Zeit ist wirklich schnell vergangen. Mein Zeh hatte sich soweit gebessert (wenn auch noch nicht schmerzfrei), dass ich mir den Aufstieg, der aus einem leichteren Part und einem sehr kraxeligen Teil bestehen sollte (wir hatten uns vorher ein wenig belesen und der zweite Teil sollte ein wenig hässlich werden), durchaus zutraute bzw. ich es zumindest probieren wollte und notfalls vor dem steilen zweiten Teil auf Tobi würde warten können. Also ging es wieder früh los, sodass wir um kurz nach 7 Uhr vom geparkten Auto aus an der Küste vor dem Berggipfel entlang im schönsten Morgenlicht starten konnten. Die Bedingungen – in dem Fall die klare, wolkenfreie Sicht – konnten eigentlich nicht besser sein 🌞 und schon bald passierten wir eine Art Eingangstor, an dem wir uns in ein Gästebuch eintrugen (damit auch jeder wieder sicher rauskommt). Auf dem ersten Stück gab es auch schon ein paar steilere Anteile, aber die Strecke verlief überwiegend im Wald und ließ sich gut meistern. Alsoooo wollte ich natürlich mit Tobi auch den zweiten Teil gehen und wir starteten durch ein weiteres Tor das sonnige und kraxelige Stück. Ja, es war steil und ja, es war auch teilweise nur unter Einsatz der Hände möglich, aber insgesamt kamen wir zwar langsam, aber ganz gut voran – bis ca. 15min vor den Gipfel 🙄😥. Dann hatte ich mit der Anstrengung und vor allem der prallen Sonne und Hitze ganz schön mein Tun, sodass wir kurz vor Schluss noch einmal pausieren mussten. Dennoch sind wir danach gut oben angekommen und konnten – tadaaaaa – recht glücklich die super Aussicht bei noch ausreichend freier Sicht über die südlichen Buchten und das Riff von Mauritius genießen 😍🤩. Nach ausgiebiger Gipfelzeit (mit so einigen anderen Menschen – die Tour ist sicher die Topwanderung auf Mauritius) ging es behände und vorsichtig den steilen Felshang wieder hinab (der Abstieg war natürlich schwieriger als der Aufstieg, dennoch war alles machbar)… so langsam meldete sich mein Zeh überdeutlich, aber mit Zähnezusammenbeißen und Schmerztablette kamen wir wieder heile am Auto an und gönnten uns danach eine kleine Abkühlung und Mittagspause im und am Meer vor dem Morne 😎😁🌊.
Morgenlicht auf dem Weg zum le Morne Brabant 😍
Was für ein Gekraxel 😮
Endlich geschafft! 🥵😁 Was für ein Ausblick
Schwuppsdiwupps… weiter ging’s! Am Nachmittag haben wir zum Abschluss noch im nahegelegenen Belombre Nationalpark im Süden eine vorgebuchte Buggy-Tour gemacht – ein sehr witziges Fahrgefühl, die schönsten Dreckschnuten, botanische Erklärungen vom Guide, nette Gespräche mit den mauritischen Mitstreitern und eine super Abkühlung im Bassin de l’Exemple inklusive 😊🛺🌿.
Buggy-Fahrt durch den Belombre Nationalpark 😎
Super Abkühlung 🙃🌊😏
Und weil diese ganzen Aktivitäten einfach super hungrig machen 🤤😛, musste natürlich zum letzten Abendessen noch ein würdiger Abschluss gefunden werden 😉. Was wäre da besser geeignet, als… der BUS SNACK! Seit 33 Jahren dauerhaft „geparkt“ am Straßenrand des kleinen Örtchens St. Martin im Süden der Insel bietet der Snackbus eine gute Auswahl der typischen kreolischen bzw. mauritischen, einfachen Gerichte wie z.B. gebackene Calamari, eine super leckere Krabbenboullion (🤤😋), Mines Frites (eine Art gebratene Nudeln) wahlweise mit Hühnchen, anderem Fleisch oder Wurst, Oktopus und Gemüse. Wir haben uns nicht nur den Bauch voll geschlagen, sondern vor allem auch die supersüße Einrichtung (Bussitze! Weihnachtsdeko! aber dauerhaft! 😂) und die Geschichte des Snackbusses „eingesogen“. Der Bus gehörte einem Mann, der ihn nicht nur dienstlich zum Busfahren, sondern auch als Nachtlager benutzte – solange, bis der spätere und heutige Besitzer ihm für den Winter ein Obdach im eigenen Haus angeboten hat. Damit war eine Verbindung geboren und der Bus sollte damit auch einen würden Nachfolger bekommen. Dieser hatte schon bald darauf die Idee, aus dem Bus heraus einen Straßenverkauf anzubieten und hat somit den Bus Snack ins Leben gerufen. Heute kocht die ganze Familie mit – u.a. seine Frau und seine beiden Töchter, die wir kennen lernen durften. Die eine Tochter hat sich immerhin! nach Corona mit Wiederaufnahme aller touristischen Aktivitäten auf Mauritius dafür entschieden, ihre Anstellung im Luxushotel Lux le Morne aufzugeben und in den Familien-Snack-Betrieb einzusteigen. Offenbar ist ein Leben nah an den Snackbus-Gästen sowie mit selbst festgelegtem Rhythmus und selbst bestimmten Arbeitszeiten erstrebenswerter als eine gelebte Versklavung im Luxushotelgewerbe dieser Insel 😶🙃. Wir haben uns lange unterhalten und durften sogar einen Blick in die Fahrerkabine – die Küche 😃 – werfen!
Die süße Familie vom Snackbus 😍
Der Snackbus von innen 😍
Mit dieser wunderbaren Geschichte ist im Prinzip schon das Wesentliche über Mauritius für uns zusammengefasst – die Menschen sind uns stets und ständig freundlich, fröhlich, interessiert, hilfsbereit und offen begegnet. Ihre Lebensfreude (Tanz! Musik! Lachen! Kommunikation!) trotz zum Teil sehr sehr einfacher Verhältnisse und geringer finanzieller Mittel ist unglaublich. Zusätzlich leben sie auf einer Insel voller wunderschöner Küstenabschnitte und Strände. Leider ist ein wesentlicher Teil des ursprünglichen, wilden, unverbauten Mauritius‘ nicht mehr vorhanden und man kann es sich beim Besuch der noch vorhandenen wenigen Wälder und Nationalparks oder vorgelagerten Inseln eigentlich auch nur ansatzweise vorstellen. Wir haben den Aufenthalt sehr genossen, viele Eindrücke gewonnen und schlussendlich dort auch mit dem Lied „La Réunion léla“ die entsprechende Vorfreude auf das nächste Kapitel der Reise 🥰 bekommen 😉😊.
Alle Bilder zum zweiten großen Teil von Mauritius gibt es hier.