Oh la la!

Hui! Was man alles in grad mal fünf Tagen erleben kann…

Alors! Wie immer zuerst Fotos – hab‘ mal diverse Alben draus gemacht, damit ich selber auch noch einen Überblick behalten, was wo war…😱 – außerdem gibt’s hier weiter unten in diesem Beitrag noch zwei kommentierte Videos:

Also – nach den ersten Tagen in der Nähe von Saint-Denis auf der ‚Couch‘ von Fabienne hat’s mich erstmal an die Westküste verschlagen; da sind das Wetter und die Strände am Besten 😎 Habe zwei Nächte auf der ‚Couch‘ (in Wahrheit mal wieder ein Zimmer mit Bett 😋) bei Emmanuel verbracht – eins der Zimmer in seinem geräumigen Haus bietet er auch via AirBnB an und zufälligerweise kam gleichzeitig mit mir noch ein spanisch-spanisch/italienisches Paar aus San Sebastian an 🙂 Wir hatten einen feuchtfröhlichen Abend mit dem lokalen Bier (‚Dodo‘ genannt, offiziell ‚Bourbon‘) sowie einer guten Flasche Wein – der Spanier sprach „sogar“ ziemlich gutes französisch, was nach einem mehrjährigen Abstecher in Paris auch nicht total überraschend war; sie ist in Italien groß geworden und so hatten wir eine bunte Runde – Emmanuel selbst, ursprünglich aus der Normandie, kam über ein paar Umwege (Kenia und Madagaskar 🤪) auf die schöne Insel hier – also, wie die Kreolen hier in ihrer Heimat zu sagen pflegen, ein waschechter ‚Zoreille‘, d.h. jemand aus Frankreich, der nun hier auf der Insel lebt.

Dass das Verhältnis zwischen den Kreolen und Franzosen hier nicht so „ganz einfach“ ist, hat mir ‚Sully‘ dann einen Tag später, als ich in der Unterkunft „Chez Mamie“ war, nähergebracht…Zitat: ‚très compliqué‘ 👀 Apropos Sprache: ich schlag mich hier mit meinem schul-französisch einigermaßen durch 🙈 Mein aktiver Wortschatz ist ganz schön eingerostet, der passive funktioniert erstaunlich gut – Verstehen und Sprechen sind halt zwei verschiedene paar Schuhe…und dann versuchen die Kreolen natürlich auch noch, mir ihr kreolisch näher zu bringen, das bringt mich dann schon mal etwas durcheinander…🧐

Meine Abstecher zu den Stränden an der Westküste waren jedenfalls ziemlich nett, dort zieht sich ja eine Lagune entlang – nicht die schönsten Strände, die ich jemals gesehen habe 😉, aber schon sehenswert. Haie hab‘ ich leider/zum Glück auch keine gesehen 🧐 Dank ebendieser ist die Insel zumindest als Badeinsel ja seit ca. 2011 ziemlich in Verruf geraten…die Locals bzw. diejenigen, die hier Tauchkurse an den Riffen durchführen – und damit durchaus über ein gewisses Maß an Erfahrung verfügen sollten – sind übrigens der Ansicht, dass das Thema mittlerweile im Prinzip erledigt ist; seitdem die Fischer ihren Beifang nicht mehr in der Nähe der Insel ins Meer kippen (dürfen), scheinen die Haie auch kein sonderliches Interesse mehr zu haben…ob man das nun glauben soll?! 🤨 Andererseits: statistisch gesehen werden mehr Menschen durch Kühe (!) getötet, als durch Haie und selbst Fliegen ist gefährlicher…🙄

Ein paar Eindrücke vom Strand:

Nun ja, zurück zum Thema 🤐 – nach meinem netten Aufenthalt bei Emmanuel (inkl. Waschmaschinennutzung 😀, öffentliche Waschsalons haben hier eher Seltenheitswert 👀) hab‘ ich mich dann ein wenig in die Berge begeben und bin für eine Nacht bei Sully (s.o.) und Mamie geblieben. Ein supersüßes, kreolisches älteres Paar (~70 Lenze) – alleine Sullys hat 12 (kreolische) Geschwister, er sprach von einer Dynastie, die das ganze Dorf kontrolliert 🤣 Die Gestik (ein erhobener Zeigefinger, der sich kreisförmig bewegte und auf die Umgebung hinweisen sollte) und sein Spruch dazu („La Dynastie ‚Boyen‘ (sein Nachname), partout ma famille autour“) – großartig!
Abends gab es dann „echt“-kreolisches Essen, also „Cari“, normalerweise bestehend aus Fleisch oder Fisch, Tomaten, Zwiebeln, Kurkuma, Safran, manchmal auch Ingwer sowie diversen anderen Gewürzen und Zutaten (Knoblauch, Thymian, Salz, Pfeffer) – ist so ein bisschen wie Eintopf, dazu gibt es dann Reis, Reis und nochmals Reis. Durchaus lecker, aber an die indische Küche kommt einfach nicht viel ran 😇

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück zeigte Sully mir dann noch den überraschend großen, coolen und super gepflegten Garten, ehe er sich dann an sein Keyboard stellte und einen kreolischen Singsang zum Besten gab 😂 Voll in seinem Element der Gute! 😍 Super sympathisch – und ein dummer Spruch jagte den nächsten (meistens irgendwelche obszönen Sachen…🤐); ich glaub‘, dass ich da früher oder später nochmal hin muss…🙃

Zwischendurch habe ich noch eine Wanderung am „Le Maïdo“ eingestreut, ein Gipfel auf gut 2.200 Metern Höhe, von welchem man aus diverse Wanderungen, u.a. auch den Abstieg in den „Cirque de Mafate“ (Talkassel von Mafate) unternehmen kann; vom Aussichtspunkt am Maïdo blickt man 1000 Meter hinab in den Talkessel – sehr beeindruckend!
Ich Schlaubär bin dann so ab ca. 12 Uhr mittags ca. 5 Stunden an der Bergkkante Richtung Norden gewandert, von der man normalerweise einen schönen Blick in den Talkessel hat; gefühlte 10 Minuten, nachdem ich losgelaufen bin, zog es sich zu bzw. zog der Nebel auf – ein Phänomen, das sich fast jeden Tag im gleichen Zeitraum wiederholt. Morgens ist es klar, ab mittags wird es meist ziemlich neblig…der erfahrene Wanderer startet also morgens in der Früh…tja, 5 Stunden im Nebel zu wandern war ein fantastisches Erlebnis! 🙈

Eindrücke rund um den Maïdo:

Seit vorgestern bin ich in Cilaos. Das ist auf der Insel ziemlich zentral gelegen und unweit des sogenannten ‚Piton des Neiges‘, des höchsten Bergs der Insel – 3.071 Meter. Cilaos liegt auf ca. 1.200 Metern und der Weg hier hinauf wäre es alleine schon wert. Serpentinen noch und nöcher, enge, einspurige Kurven, Abstieg, Aufstieg und dabei stets der grandiose Blick auf die umgebenden Berge…großartig! 😎 Das gepaart mit einem fast leeren Tank und dem Unwissen, ob es in der Pampa (also in Cilaos) eine Tankstelle gibt hat durchaus etwas von Nervenkitzel 🤣

Weg hoch nach Cilaos:

Hab‘ dann erstmal nach meiner Ankunft in Cilaos die Wanderung „Le Bras Rouge“ gemacht, die dauert so ca. 5-6 Stunden und man überwindet dabei ca. 800 Höhenmeter und hat zwischendurch immer wieder super Ausblicke ins Tal, nach Cilaos sowie auf die Berge:

Eindrücke von der Wanderung „Bras Rouge“:

Video:

Bin hier in Cilaos in der riesigen Unterkunft „Gites des cascades“ (3 Häuser à ca. 15-20 Betten), erstmal ein kurzes Video:

Hier habe ich vorgestern Abend tatsächlich ein deutsches Paar aus Bayern kennen gelernt. Trotz bescheidener Französischkenntnisse machen die beiden einen ca. 3-wöchigen Urlaub hier und bis jetzt haben sie es kein Stück bereut 🙂 Spontan wurde ich zum Abendessen eingeladen und gute 2 Stunden später hatten wir zwei große Flaschen Wein und einen guten Schluck Rum, verfeinert mit Zimt (Spezialität des Hauses 🤪, angeblich weniger als 40 Umdrehungen) intus…das hat zum einen gestern Morgen dazu geführt, dass ich nur ca. 5 Stunden Schlaf hatte, weil mich der abbauende Alkoholpegel mich dann aus dem Schlaf gerissen hat 🤨 Zum anderen – viel schlimmer und völlig ungewöhnlich – ist mir die Autofahrt gestern Morgen runter zu meinem Einstiegspunkt meiner Wanderung echt nicht gut bekommen. Die erste halbe Stunde war mir echt übel 😳, aber ich hab’s offenbar schadlos überstanden. Danke nochmal an Wolfgang und Nancy für den netten Taxiservice zum Startpunkt! 👌 Très gentil! 🙃

Gleich mache ich mich dann auf den Weg nach gaaaaaanz oben zum Berggipfel. Kann bzw. könnte man wohl durchaus an einem Tag machen. Schöner ist es aber wohl, am ersten Tag bis kurz vor den Gipfel zu laufen, dort in einer Hütte zu übernachten, nachts kurz vor Tagesanbruch die letzten paar hundert Meter hochzulaufen, um dann den Sonnenaufgang von ganz oben zu betrachten. Heute sind’s ca. 1300 Höhenmeter auf einer Länge von 5 km, morgen früh sind es dann nochmal weitere 600 Meter bis zum Gipfel…Ich bin gespannt! 👀😋

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