Plumps…
…hat es zum Glück nicht gemacht 🙂
(Anm. des Autors: Mist, der Beitrag ist eigentlich schon vom 10. März, aber irgendwie wurde er gar nicht richtig freigeschaltet. Das hole ich dann hiermit nach)
Wo ich grad auf meinen Weiterflug nach Brisbane warte, schreib ich doch noch mal was zu meinem Fallschirmsprung bzw. Skydive 😀 Der ein oder andere wird vermutlich schon die Fotos gesehen haben…hier nochmal schnell der Link zu den Fotos (klick mich)!
Tjaaaa…also vorgenommen hatte ich es mir ja schon seit Jahren, das mal zu machen. Aber anscheinend brauchte es für die Umsetzung diesen gewissen kleinen Schubs von ‚Hotel-Mama‘ Mads 😛
Ihr Angebot konnte ich ja unmöglich ablehnen, zumal ich morgens am Flugplatz die Halle vom Skydive schon gesehen hatte und vor meinem Rundflug (Fotos folgen noch!) à la Freudscher Versprecher direkt mal auf deren Parkplatz geparkt hatte, um festzustellen, dass ich da wohl falsch bin – naja, so falsch war das gar nicht 😉
Also fuhr ich nachmittags nochmal zum Flugplatz, setzte vorher noch Katrina beim Heliflug ab, um mich dann tatsächlich aus dem Flugzeug zu stürzen – hier in Neuseeland würde man dazu dann wohl ‚Good on ya, mate‘ sagen.
Neben mir sprang noch ein – natürlich deutsches! – junges Pärchen aus 16.500 Fuß. Freifalldauer 60 Sekunden und danach dann noch 5 Minuten mit dem Fallschirm rumgleiten 🙂
Ich hatte Glück mit meinem Tandempartner, der sehr entspannt und zum Scherzen aufgelegt war – im Gegensatz zu einem anderen Springer, der irgendwie angespannt wirkte und Annas Freund gefühlt 100 Mal erklärte: ‚Banana, banana – remember that? You have to get into the same shape as a banana. Hold your head back, feet back and push the rest of your body forward. Banana. Got it?!‘.
Nun ja…fand‘ ich ein bisschen nervig sein Geplappere. Nach dem Anlegen des Overalls und der Sicherheitsgurte sowie der kurzen Sicherheitsunterweisung ging es dann schnurstracks in das kleine – gelbe 🙂 – Flugzeug, wo wir dann kurz vor dem Abflug uns schon einmal auf die Kante setzten, um eine kleine Trockenübung vor dem richtigen Sprung machten 👀
Ich war ein wenig irritiert, dass mein Tandempartner und ich nicht schon vor dem Einsteigen ins Flugzeug miteinander vergurtet/-bändelt wurden – das passierte erst im Flugzeug 🧐 Naja, soll schon wohl schiefgehen, dachte ich…der Moment, wo die Tür dann letztendlich zuging und wir Richtung Start fuhren, war dann schon etwas nervenaufreibend, denn das war dann wohl der point of no return. Nachdem wir dann abhoben gab es mehrere Angst-Faktoren: der immer wiederkehrende Blick auf den Höhenmesser am Armgelenk des Sprungpartners und die Gewissheit, dem Moment des Wahnsinns stets ein wenig näher zu kommen…10.500 Fuß, 10.600 Fuß, 10.700 Fuß, dem freundlichen Hinweis, doch jetzt mal bitteschön die Sauerstoffmasken aufzusetzen und damit ruhig und tief einzuatmen (muss das so?! Naja, wenn das Flugzeug abstürzt, ist das ja mal ausnahmsweise nicht mein Problem, ich nehme diesmal ja den kürzeren Weg nach unten 😋) sowie der dann doch eher bedrohlich wirkenden Musik, die nebenbei im Flugzeug lief und mehr an Horrorfilm als Karneval erinnerte 🙈
Blick aus dem Flieger:
Und Tobi mit Sauerstoffmaske:
Und tatsächlich: bei 16.500 Fuß öffneten die wirklich diese Tür, so dass es plötzlich schön windig wurde im Flugzeug. Zuerst sprangen dann die drei Spaßmacher vom Dienst mit einem ziemlich synchronen Vorwärtssalto raus – Respekt! 🙃
Danach konnte ich dann beobachten, wie Annas Freund als erster an der Reihe war, bevor ich dann an der Reihe war…langsam robbten wir uns zu zweit erst bis an die offene Flugzeugkante, bevor ich dort einen kurzen Blick nach unten riskieren ‚durfte‘ – ein merkwürdiges, komisches & unbeschreibliches Gefühl. Dass ich beim Absprung die Arme zunächst verschränken und den Kopf in den Nacken legen sollte, machte es dann wohl eher leichter, denn man schaut dann in dem Moment, wenn man aus dem Flugzeug fällt, ja nicht herunter – sieht dann in etwa so aus:
Und Bruchteile später sieht man dann natürlich alles; die knapp 5 Sekunden, die vergehen, bis man die Fallgeschwindigkeit von gut 200 km/h und eine stabile Position erreicht, sind dann schon vorbei. Dann gab es einen kleinen Klaps auf die Schulter – das Zeichen, die Arme und Hände ausstrecken zu dürfen, um die endgültige Fallposition einzunehmen. Tja…und dann kann man es entweder schrecklich aufregend finden oder es eher genießen. Bei mir war Letzteres der Fall – der Moment des Absprungs war schon furchteinflößend, im eigentlichen freien Fall kann man dann prima von oben auf die Erde schauen bzw. sich mal Richtung Gletscher und mal Richtung Strand/Küste drehen 🙃 Super Ausblick jedenfalls von der oben 😎 Bei meinem Sprung hatte es sich dann zum Nachmittag ein wenig zugezogen, weswegen wir quasi in eine durchlöcherte Wolkendecke blickten – und quasi in dem Moment, als wir diese erreichten, öffnete sich der Fallschirm. Das fühlt sich wohl in etwa so an, als wenn gegen eine Wand rennt – die Bremswirkung ist jedenfalls enorm! Als ob man plötzlich in der Luft „stehen“ bleibt…damit war dann leider der aufregende Teil des Sprungs auch schon vorbei.
Den Fallschirm durfte ich dann auch noch für eine Weile selbst steuern (rechts ziehen -> nach rechts lenken, links ziehen -> nach links lenken). Ist quasi wie Drachen fliegen, nur dass man selber der Drache ist 🙂 Der Ausblick ist auf der Höhe dann natürlich auch nicht mehr soooo atemberaubend wie noch kurz vorher. Verbleibt also als Spannung bringendes Element noch die Landung. Die geschieht in aller Regel, indem man die Beine anzieht und ausstreckt, so dass man auf dem Allerwertesten rutschend auf dem Gras landet. Wir hatten anscheinend aber ein prima Timing und konnten stehend landen – sweet! 😊
Während Anna & ich uns nach dem Sprung dann entspannt unterhielten, sagte Annas Freund nach dem Sprung kein Wort mehr – der war echt fertig. Wir alle hatten auch Probleme mit dem Druckausgleich – Schmerzen hatte ich zwar keine, aber mein rechtes Ohr war für einen guten Tag lang extrem dumpf bzw. fast taub…🙄 Darüber wurde vorher allerdings aufgeklärt, dass sowas schon mal passieren kann, insofern war ich nicht allzu besorgt…
Summa summarum ein richtig cooles Erlebnis oder um es mit den Worten des Babies aus „Die Dinos“ auszudrücken: Nochmal, nochmal! 🤪
am 19. März 2019 um 19:03 Uhr.
Geil geil… würds auch gern noch mal machen, but: go as a banana, not a pineapple.
am 20. März 2019 um 00:04 Uhr.
Da können wir ja froh sein, dass du uns nicht den Ikarus gemacht hast!!