Wuseliges, buntes, volles und abwechslungsreiches Paris
Welchen Tag haben wir heute? Montag! Noch erinnern wir uns ganz gut, denn heute (jetzt gleich 😉) geht der Flieger auf die intensive Insel (la Réunion!) und danach direkt weiter auf die schöne Insel (Mauritius!). Wie wir eben beim Online-Checkin für Mauritius erfahren haben, wurde unser – mit ausreichend Pufferzeit kalkulierter – Anschlussflug von Saint-Denis zum Sir Seewoosagur Ramgoolam Airport Mauritius gestrichen und wurden wir kommentarlos auf den früheren Flug umgebucht – 2 Stunden nach Ankunft geht’s nun direkt weiter 😮✈🧭. So nach dem Motto „wird schon schief gehen“…
Aber vorher eine kleine Rekapitulation der letzten Tage in der schönen und quirligen Stadt an der Seine – PARIS 💕. Nach einer problemlosen Zugfahrt im Thalys von Aachen zum Gare du Nord durften wir in einem wirklich sehr süßen kleinen Studio (die Pariser sagen liebevoll Studette) unser Lager für die ersten Tage und Nächte unserer Reise aufschlagen. Typischer als in diesem kleinen AirBnB von Justine geht es kaum – angefangen beim 1,40m Bett bis hin zum Dielenboden, zu den hübschen Möbelstücken, den Bildern und anderen Einrichtungsgegenständen. Die nächsten Tage sollten wir bei allem Gewusel wirklich noch froh sein, diesen ruhigen und gemütlichen Rückzugsort in einem Hinterhaus im 11. Arrondissement in der Nähe des Canal St. Martin aufsuchen zu können 😉.
Unser Appartement
Für den ersten Abend am Donnerstag hatten wir uns (aus gegebenem Anlass und gleichzeitig auch etwas zufällig 😁) ein nettes kleines mauritisches Restaurant rausgesucht und sind fröhlich durch „unser“ Quartier zu besagter Adresse geschlendert… mit dem Ergebnis, dass es an besagter Hausnummer gar kein Resto gab 🤨. Wir kamen uns ein bisschen vor wie bei Harry Potter am Bahnhof auf der Suche nach dem Gleis 9 3/4. Nun ja… stattdessen schmeckte eine hausgemachte Pizza und Pulpe grillé bei ebenfalls „Justine“ (Zufallstreffer 🤣) ganz passabel.
In den nächsten Tagen hatten wir mehr oder weniger ein kleines „Programm“ und durch einige vorgebuchte Eintritte feste Anlaufstellen (wie wir feststellen konnten, keine dumme Idee, da vor etlichen Museen und dergleichen entweder lange Warteschlangen auftauchten oder diese gar komplett ausgebucht waren). So konnten wir am Freitag nach einem ersten Stadtbummel zum Eiffelturm am Seine-Ufer sowie durch die wunderschönen Galéries Lafayette mit bunter, zauberhafter Jugendstil-Kuppel und prima Dachterrassenausblick (Geheimtipp!) und am Nachmittag ohne Wartezeit ganz einfach durch die Glaspyramide in den Louvre hineinspazieren ☺. Der Louvre! Nach mehreren Parisbesuchen kam ich (Bine) nun endlich einmal in den Genuss dieses großartigen Museums 😉. Wenngleich wir zu Beginn völlig überfordert waren mit der Gebäudeaufteilung, der Vielzahl an Kunstwerken und vor allem den vielen, vielen Menschen… immerhin half der Audioguide nach etwas „ruckeln“ zum Einen beim Orientieren und zum Anderen auch beim „Abschotten“ vor den vielen Geräuschen der zahlreichen Besucher. Und natürlich beeindruckten uns die bekannten Werke der Mona Lisa, der Nike, der Venus von Milo… aber insbesondere (und fast noch mehr) auch die Architektur des alten Schlosses und die vielen besonderen Ausstellungsstücke aus allen Epochen. So sehr, dass wir abends ziemlich k.o. und reich an Eindrücken ins Bett fielen.
Die Galerie Lafayette 😍
Kunst im Louvre 🤗
Während der nächsten 2 Tage wurde es tierisch, bunt 😋🦁🐨🐘🐞 und ein wenig klischeehaft! Auf dem Weg zur Galérie de l’Evolution durch den Jardin des Plantes begegnete uns am Samstagvormittag eine Reihe von „Mini Monsters“ 😉 – eine bunte Reihe übergroßer Insekten auf toll gestalteten Pflanzen und Blumen. Man fühlte sich auf einmal ganz klein zwischen all den tierischen Vertretern… und genauso ging es weiter in der tollen Galérie de l’Evolution, welche die größte Tierparade beherbergt, die wir bislang gesehen haben. Auch hier konnte man wieder kaum sagen, was besser ist – die Ausstellung über eine Vielzahl auf der Erde lebender, bedrohter und auch bereits ausgestorbener Tiere 😪 oder das phantastische Gebäude, welches an alte Zeiten erinnerte.
Im Jardin des Plantes
Die Tierparade
Den Samstagabend ließen wir mit einem kabarettistischen Beitrag ausklingen – „Oh my God, she’s Parisian!“ – eine ehemalige in La Defense beschäftigte Anwältin, die sich neuerdings als Standup-Comedian versucht und dabei das Pariser Großstadtleben in feinstem „französisch-englisch“ durch den Kakao zieht… es war auszuhalten 😉, aber mit einer Stunde Dauer auch ausreichend lang. Dagegen war die eine Stunde am Sonntagmittag im Ateliers des Lumières mit der Illustration der Comics um „Tintin“ und seine Abenteuer viel viel kurzweiliger und eine echte Attraktion (und das nicht, weil das alte Industriegebäude schräg gegenüber von unserem Studette gelegen war)!
Tintin und Milou im Wal-U-Boot 🤪
So, und weil dann auch noch der erste Sonntag im Monat war, an dem einige der tollen Museen in Paris kostenlos zu besuchen sind (Tipp 😉), haben wir schlussendlich auch noch einen Abstecher in das Technikmuseum Arts et Métiers gemacht – Fazit hier: sehenswerte, umfängliche Sammlung alter Maschinen und Apparate, aber ziemlich eintönig arrangiert 🥱 (viel Text, wenig Erklärung zu Funktionen und Prinzipien).
Puuuuuuuuuuuuh… so viele Eindrücke und all das zwischen dem sowieso schon immensen Gewusel in dieser stets im Fluss befindlichen Stadt (und wir haben natürlich auch ausgiebig die Metro und Bahnen genutzt in allen Formen und Richtungen, haben gut gegessen und geschlemmt). Das muss sich jetzt erst einmal setzen… dafür sind ja 11 Flugstunden 🤨 vielleicht auch ganz geeignet 😉 und dann wartet hoffentlich das landschaftliche Paradies auf uns.
Alle Bilder zu Paris gibt es hier.
am 8. November 2022 um 11:35 Uhr.
Tolle Aufnahmen ! Habt einen guten Flug und ich bin schon gespannt auf eure weitere Reise ✈️