Tschüss L.A.!

So, endlich ist die Zeit hier in L.A. rum. Wer vor hat, L.A. zu besuchen und das tolle Hollywood zu sehen, dem ist eigentlich nur abzuraten. Denn wirklich sehenswert ist in L.A. wohl nichts – die Stadt wird ihrem Ruf (damit ist das Hollywood/Beverly Hills Zeug gemeint) überhaupt nicht gerecht.

Der Hollywood Boulevard, der lt. Lonely Planet erst vor kurzem ordentlich saniert wurde, gleicht nicht nur der hässlichen Downtown, sondern erfüllt auch keine Erwartungen, die man so hegt (Glanz, Glamour, Stars & Sternchen, Prunk und so’n Zeug). Im Gegenteil: es gibt genügend Ecken, die einen ziemlich verlassenen und kaputten Eindruck hinterlassen, auf dem Walk of Fame muss ich jedenfalls nicht verewigt werden; einziger Lichtblick ist da wohl die Hollywood Mall, die sich auf vier Etagen erstreckt und einen aufgeräumten und modernen Eindruck hinterlässt. Immerhin wird’s gegen Abend einigermaßen interessant, denn dann kommen die selbsternannten Künstler aus ihren Ecken gekrochen, um ihr Talent unter Beweis zu stellen (das reicht vom einfachen Spiderman-Imitator über Musiker, die auf stinknormalen Eimern trommeln, bis hin zu Kids, die ihre Breakdancekünste zeigen – ach ja, auch Spongebob war dabei 😉 ).

Was gibt’s noch in L.A.? Da wäre zum Beispiel noch L.A. Downtown. Mitten in den Hunderten von Strassenblocks präsentiert sie sich als Sammelsurium an billigen Shops und Fressbuden und gleich im Anschluss versucht der „Jewelry District“ seine funkelnden und glitzernden Sachen unters Volk zu bringen.

Sehenswert ist wohl lediglich Venice Beach, wo sich die verrücktesten Menschen L.A.’s tummeln. Im Grunde ist das eine Fussgängerzone am Strand, an der diese Menschen ihre besten Kunststücke vollbringen – die Penner dort sind etwas gesprächiger und immerhin ehrlich (einer hatte ein Schild mit „Gimme a $ for a beer“ und meinte zu mir „I’m a drug addict!“) – abends möchte ich da allerdings nicht alleine herlaufen, man hört und liest nämlich so einiges von Venice Beach 😉

Zu guter letzt ein paar Sätze zu den öffentl. Verkehrsmitteln: von Hollywood nach L.A. Downtown braucht man ca. 1h (ca. 8 Meilen), von Hollywood zum Strand (ca. 12-13 Meilen) so ungefähr zwei Stunden. Die Metro ist zwar total modern, aber sehr schlecht ausgebaut. Der Rest muss dann per Bus bewältigt werden, diese halten dann im Schnitt an jedem zweiten Block, so dass man irgendwie gar nicht voran kommt.

Hab einige wenige Fotos hochgeladen, könnt ja mal reinschauen, aber so viel gibt’s auch nicht wirklich zu sehen. Ach ja, Beverly Hills scheint als einziger Stadtteil einigermaßen sauber und in Ordnung zu sein, aber ausser ein paar teuren Häusern von einigen Filmstars gibt’s da ja nun mal auch nicht so viel zu sehen 😉

Gleich geht’s dann ein letztes Mal per Greyhound zum vorletzten Stop, San Francisco. Da wird’s dann endlich so kühl, wie ich’s mir schon von San Diego erhofft habe 🙂 (ca. 25°C)

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.