Langweilige Nerdsachen…
Allgemeines IT-Gebashe und ähnliches
Ja, so ein Blog, den man selbst hostet, ist schon etwas aufwändiger zu managen, als ein verwalteter Blog bei irgendeinem Hoster. Aber ok, als IT-Mensch muss ich ja alleine schon um die Berufsehre zu wahren, mir so einen Blödsinn selbst auferlegen. Blödsinn insofern, als dass ich mich doch eigentlich in erster Linie hier auf das Schreiben konzentrieren möchte und nicht darauf, irgendwelche Sicherheitsupdates einzuspielen, die dann erfahrungsgemäß erstmal nur dazu führen, dass mal wieder irgendwas nicht funktioniert…
Dieses ‚täglich Brot‘ hab‘ ich ja von Berufs wegen ohnehin schon den ganzen Tag; und schon da kann das Schmerzensgeld gar nicht hoch genug sein, um es halbwegs erträglich zu halten Jedenfalls brauch‘ ich das dann nicht auch noch in meiner Freizeit…insofern wäre die Abschaltung dieses Blogs eigentlich nur die richtige Konsequenz, zumal er eben technisch betrachtet schlichtweg veraltet ist…aber hey, irgendwie kann und will ich mich dann doch nicht so ganz trennen. Also mal flux die nötigsten Dinge auf Stand bringen und fertig. Los geht’s!
Eine neue Domain muss her
Wenn schon, denn schon – keine halben Sachen. Mit meinem „neuen“ Nachnamen sind ja diverse Attribute verbunden – Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Akribie, Starrsinn, … (den Fleer’schen Teil lasse ich mal aus 😋). Da muss die alte Domain tobias.schlottbohm.net also weichen.
Und da es seit 2014 ja die schönen nTLDs (new Top Level Domains) gibt, musste also so eine her. Kost‘ zwar teuer Geld, aber wat solls…mitnehmen kannste ja doch nix und die paar Kröten wollen auch noch ein wenig quaken, statt un- oder gar negativ-verzinst ihr armseliges Dasein zu fristen 👀
Mit dem frankophilen Hintergrund der Reise brauchte es dann keine zwei Minuten, um auf die Domain zu kommen. Sie suggeriert möglicherweise eine kleineren Reiseumfang als den tatsächlich geplanten, aber das find‘ ich ja irgendwie süß! 😍
Dank meines Webhosters ( all-inkl.com ) ist so ein Domain-Umzug ein Kinderspiel. Klick-Klick-Fertig! Fertig schließt hier auch ausnahmsweise mal mit ein, dass es auch wirklich funktioniert. Nicht wie sonst so bei allen IT-/Software-Sachen.
Kein HTTPS
Dank Let’s encrypt ist es ja mehr oder weniger zum Kinderspiel geworden, seiner Webseite SSL/TLS-Verschlüsselung beizubringen. Tatsächlich ein Mittel, um ungewolltes Mitlesen von Daten durch Dritte sehr effektiv zu verhindern. Denn abgesehen von unbekannten Hintertürchen für die NSA o.ä. gilt das HTTPS-Protokoll aktuell als sicher (vgl. Wikipedia) – vorausgesetzt, dass serverseitig alles korrekt ist und niemand den Server gehackt hat.
Ich selbst kam tatsächlich im Rahmen meiner Ausbildung in den Genuss, einer Security-Konferenz im wunderschönen Schloss in Ahaus beiwohnen zu dürfen – dort wurde unter quasi-Laborbedingungen gezeigt, wie man HTTPS doch „brechen“ kann und zwar am Beispiel vom guten alten Online-Banking per Internetbrowser. Da wurde gezeigt, wie man z.B. die Online-Banking PIN abgreifen kann (Stichworte: man-in-the-middle-attack, MAC spoofing, u.ä.) – das war natürlich nur dann möglich, wenn der Nutzer eben nicht auf das schöne grüne Schlosssymbol im Browser geachtet hat…klassischer Fall von selbst schuld. 🙄
Also immer schön drauf achten, dass das Schloss da ist, also wie jetzt auch hier im Blog:
An dieser Stelle kann ich im Übrigen abermals betonen, wie fein und reibungslos mein Webhoster seine Produkte & Systeme im Griff hat (krieg‘ ich eigentlich für das freiwillige, virale Marketing eine Gegenleistung von all-inkl? Mal anfragen…😋). SSL via Let’s Encrypt lässt sich per Klick-Klick-Glück im ’Nu ohne Probleme aktivieren. Top top top! 🙃
Blöd nur, dass man sich leider selbst noch um Mixed-Content-Kram kümmern muss…👀
Veraltetes Theme
Zwar ist die dahinterliegende WordPress-Version durchaus sehr aktuell, aber das Theme unterstützt halt kein Responsive Webdesign; im Gegensatz zum Beispiel zu dem Theme (namens ›Smarty‹ basierend auf Bootstrap, 22$ dafür ist ein absurd günstiger Preis…), welches ich zur Umsetzung des Relaunches von www.virtualracing.org eingesetzt habe. Nun ja, ein Templatewechsel ist halt eben nicht auch nur mit einem Klick gemacht, also bleibt’s vorerst bei diesem schönen fast schon nostalgisch anmutendem Design 👀
Flickr-Album-Plugin
Ein bisschen gepimpt habe ich den Blog anlässlich der Reise dennoch, z.B. hab‘ ich in nerviger Kleinstarbeit das veraltete, nicht mehr funktionierende Flickr-Plugin FAlbum durch AFG (Awesome Flicker Gallery) ersetzt, was es dann zu bestaunen gibt, sobald ich ein paar vorzeigbare Fotos habe. Ok, ist jetzt auch nicht mega-fancy, aber vermutlich besser als nix…
Ein Hochhn auf die Smileys
Dann gingen mir noch die uralten hässlichen Smileys ohnehin schon ewig auf den Keks und natürlich gibt es auch hierfür ein Plugin namens Native Emoji, welches einem die dann doch viel hübscheren Smileys auf’s Display zaubert 😀
Natürlich lief die Installation des Plugins nicht ohne Probleme – getreu dem ungeschriebenen Gesetz, dass schlichtweg nichts in der IT-/Softwarewelt so funktioniert, wie es beschrieben ist. Die Probleme hingen hier zum einen mit dem schönen jQuery und zum anderen – viel schlimmer und nerviger – mit dem Busenkumpel eines jeden Entwicklers zusammen, nämlich der guten alten Zeichenkodierung; diese ist zwar eigentlich dank UTF8/UTF16 kein großes Thema mehr, aber dieser Blog ist halt 2007 zum Leben erweckt worden…da war das encoding von MySql noch defaultmäßig latin1…🙄 Und natürlich funktioniert das Plugin mit den Smileys hier nur mit UTF8, weil die Smileys ansonsten beim Speichern in der DB ‚kaputt‘ geschrieben werden – fantastisch! Also erstmal flux den Blog und die DB auf UTF8 migriert, um Smileys verwenden zu können – welch eine obskure Abhängigkeit! (gängige Praxis ist, Smileys mit einem speziellen Kürzel abzuspeichern, z.B. :cool : für 😎 , aber…ach…seufz…)
Um das Elend dann noch perfekt zu machen, gehen bei der Verwendung einiger spezieller Smileys in einem Beitrag alle anderen Smileys kaputt…wurde die liebe Technik wirklich nur erschaffen, um die Leute endlos zu nerven und malträtieren?! 😤
Mein erstes WordPress-Plugin
Und – wie schon im vorherigen Beitrag beschrieben – zu guter Letzt hab‘ ich dann noch mein erstes eigenes WordPress-Plugin „entwickelt“:
Hat mich ziemlich exakt einen Kaffee gedauert – und damit meine ich die komplette Zeit, d.h. 1) Verstehen der Plugin-Schnittstelle, 2) Anwenden der Plugin-Schnittstelle und 3) Umsetzung des ‚fott-mit-die-Vokale‘-Algorithmus. So sollte es sein, so macht es Spaß! 🙃
Hier noch schnell der Link zu diesem Artikel in der Version mit ohne Vokale.
Und jetzt noch schnell etwas abschweifen und weiter bashen
Insofern ein Paradebeispiel für das KISS-Prinzip, welches viel zu selten beachtet wird. Diese ganze Plugin-Schnittstelle in WordPress ist nach meinem Dafürhalten technisch betrachtet für einen Entwickler, der mehr oder weniger objektorientiert groß geworden ist (Achtung: Verheißungen der objektorientierten Entwicklung ≙ Lüge!), zwar eine mittelschwere Katastrophe; und dennoch, aus rein praktischer Sicht könnte man es kaum besser lösen. Im Übrigen beweist ja auch die unglaubliche Popularität von WordPress, dass es schnurz-piep-egal ist, ob das, was da alles so im Hintergrund abläuft, aus technischer Sicht „sauber“ ist – es geht um pragmatische Lösungen!
Wie absurd deratige Schnittstellen werden, wenn man selbst lediglich die allereinfachsten (SOLID-)Prinzipien der objektorientierten Softwareentwicklung einhält, beweisen beispielsweise die Erweiterungsfunktionen des CMS Typo3 – gut gedacht & ziemlich sauber gelöst, flexibel – und dennoch aus rein praktischen Gesichtspunkten für den Entwickler eine echte Zumutung…hier könnte ich noch zig weitere Beispiele aufführen (z.B. das formal betrachtet eigentlich sowas von überlegene SOAP vs. dem formal hemdsärmligen, aber de-facto-standard-REST). Aber ok, die ganze mit den anti-KISS-Technologien verbundene Toolchain sowie Overhead lässt den Rubel ja auch fleissigst rollen…