30 Tage Neuseeland…
…gingen leider viel schneller rum, als ich dachte 😰
Sitze grad in Sydney am Flughafen und versuche mich mal an einem kurzen Fazit. Im Grunde trifft die Aussage eines anderen Reisenden voll und ganz zu:
„Paradiesisch, wenn bloß diese doofen Sandflies nicht wären.“ Die Sandfliegen haben zwischenzeitlich ganz schön genervt, dabei habe ich nur die „light“-Variante erleben „müssen“.
Aber ok, das war ja vorher schon klar – ich liste lieber mal die schönen Dinge – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – auf 😊
- Gastfreundschaft/Hilfsbereitschaft – hab‘ ich so bisher nirgends kennen gelernt. Jeder – ausnahmslos! – ist hilfsbereit, freundlich, nett und positiv. Hier wird das Motto „Geben und Nehmen“ zu „Geben statt Nehmen“ umfunktioniert. Als ich mich gestern beispielsweise spontan entschied, doch noch zum Rugby-Spiel gehen zu wollen, probierte ich es mal mit „An die Straße stellen und Daumen raushalten“ – keine 5 Minuten später saß ich bei Nicole im Auto, die extra nochmal für mich umdrehte, weil sie es „falsch“ fand‘, an mir vorbei zu fahren, ohne mich mitzunehmen. Eigentlich war sie auch ein wenig im Stress, weil sie abends noch einen Flug hatte und mich daher nur bis zur nächsten größeren Kreuzung mitnehmen wollte. Spontan entschied sie sich aber um und brachte mich dann doch direkt bis zum Stadion 😋 (Rugby ist übrigens ziemlich cool und die Kiwis stehen voll drauf! 😎)
- Laid-back attitude – die Leute hier sind einfach grundsätzlich relaxt und lassen sich nicht stressen. Wenn irgendwas mal nicht funktioniert, wie gewollt oder länger dauert, als geplant, ist das auch nicht weiter schlimm. Morgen ist auch noch ’n Tag. Das ist für den „normalen“ Deutschen sehr gewöhnungsbedürftig – die Autoreparatur von Tuyen’s Campervan, einer Reisenden aus dem „Hotel Whataroa“, dauerte halt einfach mal 2-3 Tage länger als angedacht. Nicht „schön“, aber der Mechaniker schien deswegen nicht sonderlich gestresst
- Abwechslungsreichtum – was ich hier alles so landschaftlich innerhalb kürzester Distanzen „geboten“ bekommen habe, ist ziemlich krass. Gesehen habe ich Gletscher, Packeis, Gebirge, Täler, Schnee, Sandstrände, Kiesstrände, schroffe und grüne kleine Inseln, Dünen, blaues, grünes, türkises, milchiges und braunes (!) kristallklares Wasser, Meeresleuchten 😍, einen unglaublichen Sternenhimmel, Höhlen, blaue & grüne Glühwürmer, Palmen, Farne, Schluchten mit immer wieder auf’s neue tollen schwingenden Hängebrücken, Delfine, Pinguine, kleine & große Robben, Wekas (einigermaßen hässliche und nervige ‚Hühner‘!), Kühe, Bullen, Schafe, Ziegen, sich rasant verändernde Landschaften (von gebirgig über hüglig zu flach, von schroff zu grün) und so weiter und so fort…
Fotos und ein Erlebnisbericht der letzten Tage nach dem „Hotel Whataroa“-Abenteuer (zu dem ich auch noch vieles schreiben muss), folgen bald…die nächsten Tage in Brisbane bei Stefan & Family (aus Malta) sollten etwas entspannter werden, auch wenn schon das ein oder andere geplant ist…😇