Eindrücke aus Christchurch

(vorab: einen Link zu einigen Bildern aus Christchurch findet ihr hier)

Wie erwartet war der erste Tag nach der Ankunft in Christchurch mit viel Lauferei verbunden. Das Hostel liegt am nordöstlichen Ende der Avenues, die das Stadtzentrum einrahmen. Von da aus sind es gut 2 km bis ins Stadtzentrum, von da aus dann nochmal ca. 1 km bis zum botanischen Garten.

Dank der Anordnung der Straßen im Schachbrett-Muster fällt die Orientierung leicht – und trotz des zumeist gleichen Schemas in den USA ist es immer wieder komisch, wenn man diese am Reißbrett geplanten Strassenzüge kilometerweit hinunterschauen kann…ist man aus dem chaotischen Deutschland halt nicht gewohnt. 😉

Wenn man in der Stadt unterwegs ist, kommt man unweigerlich an vielen Orten vorbei, bei denen das Erdbeben von 2011 seine Spuren hinterlassen hat. Das prominenteste Beispiel dafür ist wohl die Kathedrale (vgl. Bilder)…generell würde ich aber sagen, dass es schönere Städte gibt – auch wenn z.B. der Avon River, der sich einmal quer durch die Stadt zieht, immer wieder nett anzusehen ist; darauf kann man auch prima selbst Paddeln oder sich wahlweise „punten“ lassen, wie es so schön heißt – ähnlich wie die Gondeln aus Venedig gibt es hier auch so etwas vergleichbares…ansonsten gibt’s das, was man aus größeren Städten halt so kennt…Läden & Shops, riesige Shoppingmalls, Bars & Restaurants etc…teils in modernem Baustil, teils auch schon was älter – eine bunte Mischung. Die New Regent Street ragt mit ihrem spanischen Architekturstil natürlich deutlich heraus; und die schönen alten, z.T. durch’s Erdbeben aber zerstörten Gebäude am Worcester Boulevard sind auch ziemlich nett anzusehen.

Was es nur in wenigen Städten gibt – weil i.d.R. wohl verboten – sind die sogenannten Lime Electric Scooter: kleine elektrobetriebene Roller, die an allen Ecken und Enden der Stadt rumstehen und auf denen regelmäßig jemand an einem vorbeihuscht. Musste ich natürlich auch ausprobieren :-), bis zu 30 km/h fahren die Dinger bei dann doch fragwürdiger Fahrstabilität, wenn die Straße mal nicht ganz so glatt ist…hab’s überlebt 😉 Damit kommt man sehr zügig von A nach B, auch wenn ich einsehe, dass das nicht so ungefährlich ist…

Ein absolutes Must-See ist natürlich der botanische Garten – alleine schon der gigantischen Bäume wegen. Sehr schön angelegt, viele nette Infotafeln, sehr abwechslungsreich, viele Wiesen zum relaxen, super gepflegt – großartig! Und wenn man schon mal da ist, kommt man ja fast gezwungenermaßen am ebenso kostenlosen (um eine Spende wird gebeten) Canterbury Museum vorbei, indem querbeet viele verschiedene Themen präsentiert werden. Unter anderem Pounamu (der berühmte grüne Jade Stein), das von den Māori lange als Werkstoff für alles mögliche (z.B. Waffen) benutzt wurde, interessante Dinge/Orte in Canterbury, umweltbewusstes Leben, eine Ausstellung zur Antarktis etc…

So, nach diesen Eindrücken aus Christchurch geht’s gleich weiter nach Akaroa, französisch beeinflusst und mit 624 Einwohnern wahnsinnig riesig…schön soll’s sein da 🙂 Vielleicht klappt’s ja, dass ich mit den dort ansässigen Delphinen schwimmen kann…

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.