Autofahren kann ganz schön anstrengend sein…

(vorab wie immer Bilder: Sunshine Coast (klick mich), Bundaberg (klick mich), Ceddar Creek Falls (klick mich) sowie Brisbane 2 (klick mich))

…denn gut 2.000 km gab es in den letzten Tagen von Cairns nach Brisbane zu überwinden. Und das bei einem Tempolimit von 100 bzw. 110…da fühlt man sich so ähnlich wie auf den Autobahnen in den Niederlanden.

Mit dem wesentlichen Unterschied, dass die beiden Fahrstreifen hier normalerweise nicht durch eine Mauer getrennt sind und es gefühlt alle 5 bis 10 km eine kurze doppelte Fahrspur gibt, auf der man die Drängler, die nicht Strich 100 km/h fahren, sondern 101 km/h (das aus Deutschland bekannte „Elefantenrennen“ lässt grüßen) überholen lassen kann…🧐

Ziemlich ermüdend das Ganze, was es dann gleichzeitig auch relativ gefährlich macht 👀

Nicht umsonst findet man ständig Schilder wie diese hier:

 

Hilft aber auch nur bedingt…

Immerhin haben sich die Aussies etwas gegen die Einfältigkeit auf den Straßen einfallen lassen, z.B. ein paar einfache „Spiele“, damit das Gehirn nicht ganz abschaltet:

Erst so richtig nervig wird so eine Fahrt dann, wenn das Auto keinen Tempomat mit bringt – was bei mir natürlich der Fall war 😱 Bis ich meinen rechten Fuß mal so zwischen Bodenblech und Gaspedal eingeklemmt hatte, so dass das Auto schön konstant 100 km/h fuhr, brauchte ich einige Anläufe…und nichtsdestowenigertrotz fühlt sich mein rechtes Fußgelenk jetzt irgendwie „krumm“ an, obwohl ich zur Entlastung zwischendurch auch mal den linken Fuß benutzt habe 🤐 Das Durchschnittstempo pendelte sich bei den 2.000 km tatsächlich bei ~88 km/h ein – also in etwa das Durchschnittstempo, was man auf deutschen Autobahnen ohne Tempolimit an „guten“ Tagen erreichen kann 😇

Naja…soviel jedenfalls zur Romantik, die elendig langen Strecken (insbesondere durch’s Outback) seien was besonderes…ja, sind sie wirklich – besonders ätzend. Nun ja, hab’s ja überstanden…alternativ hätte ich auch den Bus nehmen können, der braucht aber ungefähr doppelt so lange (weil er an jeder Milchkanne anhält) und ist dabei ca. doppelt so teuer; Sprit ist hier ja quasi umsonst (ca. 0,80€/L) und die Miete für das Auto lag bei nicht mal 16€/Tag…👀

Abgesehen davon konnte ich den gestrigen Nachmittag dann noch an (und in) der Sunshine Coast (lag ja auf dem Weg) verbringen, war natürlich an einem Sonntag Nachmittag ziemlich beliebt 😋 Bin dann abends noch bis nach Brisbane weitergefahren, um hier bei einem Freund meines Bruders, Steve, im megahippen Viertel „West End“ für 2 Nächte unterzukommen (vgl. Fotos aus dem Album „Brisbane 2“) 😎 Erinnert mich irgendwie an das Ehrenfeld aus Köln, weit und breit kein „normaler“ Laden in Sicht 🧐

Steve hat mir übrigens gerne die hippsten und coolsten Ecken des Viertels gezeigt – trotz heutiger Aufnahme seines neuen Jobs, der offenbar einiges an Vorbereitungszeit benötigt (er ist Dozent) 👌 Ist schon eine andere Erfahrung, wenn man ein paar Locals um sich herum hat…einen Seitenhieb auf die ewiggestrigen Neuseeländer konnte er sich z.B. nicht verkneifen 😇

Heute habe ich dann tagsüber nach der Rückgabe meines Autos noch ein bisschen Brisbane-„Sightseeing“ gemacht, d.h. botanischer Garten, dann bin ich mit einem günstig und unkomplizierten Leihrad ein bisschen herumgeradelt und war noch in den verschiedenen kostenlosen Museen. 😀 Davon kann man sich in Deutschland durchaus eine Scheibe abschneiden, was man hier (und auch in Neuseeland) für umme in den Museen so geboten bekommt…😊

Und wieder mal hat es nicht lange gedauert, um mit dem ein oder anderen ins Gespräch zu kommen…z.B. dem augenscheinlich ursprünglich indischen Trio (Mutter, Vater & Sohn), die tatsächlich aus der nördlichen Gegend des Punjab kamen und hilfe- und ratsuchend an der Fahrradverleihstation standen, woraus sich ein nettes Gespräch ergab 🙂 Keine Ahnung, wie ich es schaffen soll, auf meiner Indien-Reise deren ganzen Vorschläge, was ich unbedingt sehen muss, einzubauen 😂
Oder die junge zweifache Mutter aus Deutschland, die bereits seit 10 Jahren in Australien wohnt, kürzlich aber erst nach Brisbane gezogen ist und es kaum mehr hinbekommen hat, zwei Sätze auf deutsch zu sprechen, ohne direkt wieder ins Englische abzudriften…

Morgen früh geht’s dann zum Flughafen, um mich auf den Weg nach Indien zu machen, wo ich aber erst im Laufe des Freitags eintrudeln werde…die (Ex-)Kollegen erwarten mich schon 🙃

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